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Fenster auf Wintermodus umstellen - so sparen Sie Heizkosten

Steigende Energiepreise machen eines klar, dass jede unnötige Wärmeverluste kosten Geld.

Was viele nicht wissen, dass moderne Fenster lassen sich ohne Werkzeug und ohne Kosten an die kalte Jahreszeit anpassen. Der sogenannte Wintermodus verbessert die Dichtheit – und sorgt dafür, dass die Wärme im Raum bleibt.
In diesem Fensterexperten-Ratgeber erklären wir verständlich, praxisnah und ehrlich, wie Sie Ihre Fenster richtig auf Winterbetrieb einstellen – und worauf Sie unbedingt achten sollten.

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Fenster auf Wintermodus umstellen – Schritt für Schritt erklärt


Was bedeutet „Fenster im Wintermodus“?

Der Wintermodus ist keine elektronische Funktion, sondern eine mechanische Einstellung der Beschläge. Der Anpressdruck des Fensterflügels auf den Rahmen wird erhöht, die Dichtung liegt fester an, kalte Außenluft kann nicht mehr eindringen. Ergebnis: bessere Wärmedämmung und geringere Heizkosten.

So erkennen Sie die Fenster Einstellung

Am Fensterflügel befinden sich runde oder ovale Schließzapfen (auch Pilzzapfen). Diese sind exzentrisch, also auf einer Seite dicker als auf der anderen.

So stellen Sie Ihre Fenster in den Wintermodus ein

Fenster öffnen Schließzapfen am Flügel lokalisieren Zapfen so drehen, dass die dickere Seite zur Dichtung zeigt.
Je nach Beschlag, per Hand drehen oder mit Inbusschlüssel (meist 4 mm) oder Kreuzschlitzschraubendreher 
Alle Zapfen eines Flügels gleich einstellen, nicht nur einen!

Woran merken Sie, dass der Wintermodus aktiv ist?

✔ Fenster schließt spürbar straffer
✔ Weniger Zugluft
✔ Raum hält die Wärme länger
✔ Heizkörper laufen kürzer
⚠️ Wichtig: Zu starker Anpressdruck kann auf Dauer die Dichtung belasten. Im Frühjahr sollte der Modus wieder zurückgestellt werden.

Der Wintermodus ist eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme, um Heizkosten zu senken, Zugluft zu vermeiden, Wohnkomfort zu steigern ohne Investition, ohne Umbau, ohne Risiko.


Was passiert, wenn man die Schließzapfen („Pilzköpfe“) auf Wintermodus stellt?

Der Anpressdruck des Fensterflügels auf den Rahmen wird erhöht. Mehr passiert mechanisch nicht – aber genau das macht den Unterschied im Winter.
1. Der Fensterflügel wird stärker an den Rahmen gezogen
Durch das Drehen der exzentrischen Schließzapfen greifen diese tiefer in die Schließbleche der Flügel wird näher an den Rahmen gezogen die Dichtung wird stärker zusammengedrückt. Spalten schließen sich, Wärme bleibt im Raum.

2. Kalte Zugluft wird deutlich reduziert
Im Sommermodus sind Fenster bewusst etwas „luftiger“ eingestellt: leichter Luftaustausch bessere Belüftung in warmen Monaten.
Im Wintermodus: verschwindet dieser Mikro-Spalt, kalte Außenluft wird nicht mehr angesaugt.
Zugluft am Fenster wird spürbar weniger oder verschwindet ganz.

3. Die Heizenergie bleibt länger im Raum
Ein höherer Anpressdruck bedeutet geringere unkontrollierte Luftinfiltration, stabilere Raumtemperatur, effizientere Heizleistung. Die Heizkörper müssen weniger arbeiten – das spart Energie.

    Was tun, wenn mein Fenster keinen Wintermodus hat?

    Nicht jedes Fenster verfügt über verstellbare Beschläge. In diesem Fall hilft oft  Austausch alter oder verhärteter Dichtungen, Reinigung und Pflege der Gummidichtungen, fachgerechte Nachjustierung durch einen Fensterprofi.
    Schon neue Dichtungen können die Luftdichtheit deutlich verbessern.

    Typische Fehler beim Umstellen auf Wintermodus

    ❌ Nur einen Zapfen verstellen
    ❌ Fenster zu stark „zuknallen“
    ❌ Wintermodus ganzjährig eingestellt lassen
    ❌ Defekte Dichtungen ignorieren 
    Ein korrekt eingestelltes Fenster schließt dicht, aber nicht unter Spannung.


    Gibt es Nachteile beim Wintermodus?

    Ja – und genau deshalb sollte man ihn richtig einsetzen.

    1. Höhere Belastung der Dichtungen.
    Dichtungen stehen dauerhaft unter Druck, Elastizität kann schneller nachlassen. Deshalb nicht das ganze Jahr im Wintermodus lassen.
    2. Weniger natürlicher Luftaustausch.
    Bei sehr dichten Fenstern ohne Lüftungskonzept kann es zu erhöhter Luftfeuchtigkeit, beschlagenen Scheiben und Schimmelbildung an Laibungen kommen.

    Der Winter Fenstermodus ist eine Feineinstellung, kein Reparaturwerkzeug. Er funktioniert optimal nur im Zusammenspiel aus qualitativem Fenster, korrekter Montage, sinnvoller Lüftung.


      FAQ – Häufige Fragen zum Fenster-Wintermodus

      Er erhöht die Dichtheit und reduziert Wärmeverluste – das senkt Heizkosten.

      Nein, nur Fenster mit verstellbaren Beschlägen.

      In der Regel nein – die Einstellung ist einfach.

      Nur bei dauerhaft falscher Einstellung oder beschädigten Dichtungen.